Pfeifenherstellung

 

Pfeifenmachen bei Firma Vauen

Die Suche nach den Wurzeln...

Bruyère. Ein Wort, das allen passionierten Pfeifenrauchern weltweit auf der Zunge zergeht. Aus gutem Grund. Doch wissen Sie, was sich hinter dem Namen verbirgt? Am Anfang des langen Weges hin zur vollendeten Pfeife steht die mühsame Suche nach den raren, nur im Mittelmeerraum  vorkommenden Wurzeln der Baumheide. Sie ist unserem Heidekraut verwandt und wird bis zu drei Meter hoch. Die Suche und das Ausgraben finden stets im Frühjahr statt, weil hier die weiß blühenden weiblichen Pflanzen gut zu erkennen sind. Nur sie bilden die begehrte Wurzel Knollen. Mit geschickten Hieben befreien die Arbeiter die Knollen von Verwachsungen wie auch von Unreinheiten.

 


 

Das Wissen um die beste Behandlung...

Es erfordert sehr viel Geschick und Erfahrung, bis aus den unförmigen wurzeln saubere Kanteln entstehen. Dabei wird die spätere Pfeife aus dem äußeren, helleren Teil herausgearbeitet. Das rötlich gefärbte Innere ist dafür zu brüchig und zu rissig. Doch zuvor werden die Wurzelsegmente in freier Natur gelagert. Wichtig ist dabei, sie stets feucht zu halten, um Rissbildungen zu vermeiden. Erst dann erfolgt die weitere Verarbeitung in der Sägerei. Lag der Anfang der Bruyèreholznutzung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch in der Provence, so kommen das hochwertigste Bruyèreholz heute aus Ligurien, Korsika, Sardinien, Griechenland und Spanien.

 


 

Die Kunst des richtigen Schnittes...

Gerade das Wissen um den idealen Schnitt der 20 - 30 Jahre alten Knollen ist entscheidend für die Güte der Pfeifen. Viel überliefertes Wissen bildet die Basis dafür. Größere Wurzelabschnitte werden zunächst geteilt und auf Reinheit sowie Maserung hin überprüft. Unregelmäßigkeiten geht der routinierte Profi durch scheibenweises Sägen auf den Grund. Dies ist die Stunde der Wahrheit. Es kann herrliche, geschnittene Stücke, genannt Kanteln, geben, es können aber auch völlig unbrauchbare Holzscheite übrigbleiben. Doc das liegt beim Bruyèreholz in der Natur der Sache. Zum guten Schluss erfolgt die kritische Kontrolle und Qualitätseinteilung. Hier entscheidet sich, welche Güteklasse und damit welchen Preis, die Ebouchons - so nennt man die Kanteln, haben.

 

 

Erstklassiges Bruyèreholz aus dem sonnenverwöhnten Mittelmeerraum ist als hochwertiges Rohmaterial Grundvoraussetzung für eine "echte VAUEN". Nur 10% der ausgegrabenen Bruyère-Wurzelknollen entsprechen den hohen Ansprüchen von VAUEN und können zu Kanteln für die Pfeifenfertigung verarbeitet werden.

 



1. Sägen der groben Umrisse des Pfeifenkopfes



2. Beim Kopierfräsen erscheinen genauere Konturen des Kopfes. Übrigens der einzige halbautomatische Arbeitsgang bei VAUEN

   
     



3. Kontrolle und Sortierung der Rohköpfe nach Qualitätskriterien durch den erfahrenen Blick des Meisters



4. Das Zugloch wird gebohrt

   
     



5. Das Mundstück aus hochwertigem Acryl mit eingepasstem Conex-System. Die innen konisch verlaufende Verbindungshülse gewährleistet den optimalen Sitz des Dr. Perl junior Aktivkohlefilters



6. Nahtloses Verschleifen von Kopf und Mundstück. Für eine besonders samtige Oberfläche wird diese Präzisionsarbeit bis zu fünfmal wiederholt

   
     



7. Pfeifen von besonderer Qualität erhalten ihr Erkennungsmerkmal: den weißen Punkt auf dem Mundstück (im Export grau)



8. Sorgfältiges Beizen von Hand in mehreren Durchgängen und mit verschiedenen Farbtönen läßt die Maserung kontrastreich hervortreten

   
     



9. Polieren des Pfeifenkopfes und des Mundstückes mit Wachs



10. Auftragen der Einrauchpaste, ein Geheimrezept von VAUEN. So fängt der Genuss der Pfeife ohne lästiges Einrauchen schon beim ersten Zug an

   
     



11. Die letzte Qualitätskontrolle. Zeigen sich hier kleinste Fehler, beginnt der lange Weg der Bearbeitung von vorne



12. Nach über 60 Handarbeitsgängen erhält die "echte VAUEN" ihre Auszeichnung: VAUEN-Stempel und Modellnummer

   

 

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Copyright © 2014    Firma Tabak Götz Inhaber Peter Götz  Stand: 09. September 2014